Primizsegen beim Antoniusfest in Erkertshofen

Neupriester Hubert Festprediger beim Antoniusfest 

Glaube und Hoffnung – wie der Heilige Antonius leben

 

Das Passiert nicht oft, aber am Sonntag musste die seit über 140 Jahren traditionelle Sakramentsprozession zur Antoniuskapelle wegen anhaltender Schauer abgesagt, und der Festgottesdienst zur Ehren des Hl. Antonius in der Pfarrkirche St. Ägidius gefeiert werden. Trotz des schlechten Wetters kamen einige Hundert Antoniusverehrer in die überfüllte Pfarrkirche um dieses weit über die Grenzen der Pfarrei Erkertshofen bekannte und beliebte „Antonifest“ zu begehen. Gleichzeitig gab es beim diesjährigen Antonifest zum ersten Male einen Primizsegen, da der Neupriester und Primiziant Hubert Gerauer aus Neuhausen seine Nachprimiz in Erkertshofen feierte, die Festpredigt zu Ehren des weit bekannten Heiligen hielt und am Ende allen Gottesdienstbesuchern den Primizsegen spendete. Die Verehrung des Hl. Antonius von Padua, eines der beliebtesten Volksheiligen, des großen Predigers und Wundertäters, ist bis in diese Tage in der Pfarrei Erkertshofen ungebrochen. Der Hl. Antonius ist der Patron der Liebenden, der Eheleute, Bäcker, Bergleute und Reisenden. 

Wie der Heilige Antonius mit Glauben und Hoffnung durchs Leben gehen   

Das Markenzeichen des Heiligen Antonius so Neupriester Hubert Gerauer in seiner Festpredigt ist seit vielen Jahrhunderten das er uns unterstützt und hilft, verlegtes oder verlorenes wiederzufinden. Aber auch Menschen die einen Partner suchen wenden sich vertrauensvoll an den beliebten Heiligen, der immer im Glauben und der Hoffnung gelebt und dies auch in seinen vielen Predigten weitergegeben hat. Auch der Heilige Antonius habe es in seinem Leben nicht immer leicht gehabt. Trotz allem Widerstand den er in der damaligen Zeit erfahren musste, habe er nie ein böses Wort über seine Gegner verloren. Mit einer ausgeprägt starken Hoffnung habe er jedoch immer wieder den richtigen Weg gefunden und ist diesen unbeirrt weitergegangen. Der Hl. Antonius, so der Festprediger, sei in seinem Leben ein überzeugter Bote Gottes gewesen der in allen Lebenssituationen nie die Hoffnung aufgegeben habe. Er zog die Menschen bei seinen Predigten in großen Scharen an und verkündete ihnen die Botschaft Gottes. Durch diese Gabe Gottes war er Einzigartig und besonders wertvoll für die Menschen – damals und heute. Vertrauen wir in all unseren Anliegen diesem großen Heiligen, so Hubert Gerauer. Am Ende des Festgottesdienstes gab es dann für alle Besucher und Antoniusverehrer den feierlichen Primizsegen und am Nachmittag nach der Andacht den Einzelprimizsegen in der Pfarrkirche. Am Ende des Festgottesdienstes bedankte sich Ortspfarrer Johannes Trollmann beim Primizianten, dass er heute nach Erkertshofen gekommen ist um mit den zahlreichen Gläubigen und Antoniusverehrer diesen Festtag zu feiern. Seit vielen Jahren begleitet die Blaskapelle Petersbuch unter der Leitung von Franz Heiß das Antoniusfest.  

Wegen schlechten Wetters wurde in diesem Jahr das „Antonifest“, Anziehungspunkt für viele Gläubige und Antoniusverehrer aus Nah und Fern, in der Pfarrkirche St. Ägidius in Erkertshofen gefeiert, bei dem der Neupriester Hubert Gerauer die Festpredigt hielt und den Primizsegen spendete.     

 

"Mit Gottes Liebe wachsen wie ein Baum“ war das Thema des feierlichen Erstkommuniongottesdienstes in der Pfarrei St. Ägidius in Erkertshofen, bei dem Pfarrer Robert Raplijenovic am Sonntag 3 Kindern der Pfarrei (von links) Emma Meyer, Sebastian Meyer und Helene Strauß zum ersten Mal an den Tische des Herren führen konnte. Der Gottesdienst wurde von Anna und Sophia Strauß (Querflöte und Trompete) sowie Simon Weiß an der Orgel musikalisch umrahmt.

In der Pfarrei Erkertshofen wurde am Volkstrauertag vor dem Kriegerdenkmal aller Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege, aber auch all derer gedacht, die in der heutigen Zeit bei kriegerischen Auseinandersetzungen oder durch Unterdrückung, Verfolgung und Vertreibung oder auf der Flucht ihr Leben lassen müssen.  

 

Volkstrauertag ein Tag für Frieden und Versöhnung. Diesen Tag vor dem „Vergessen bewahren"

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Ägidius, den Kaplan Mateusz Gasowski zelebrierte, und dem Gedenken vor dem Kriegerdenkmal wurde in Erkertshofen der diesjährige Volkstrauertag begannen. Beim ehrenden Gedenken im Erkertshofener Friedhof beteiligen sich am vergangenen Sonntag neben einer großen Anzahl der Dorfbevölkerung auch die Limesschützen Erkertshofen und eine Ehrenabordnung der Freiwilligen Feuerwehr, die auch die Mahnwache am Kriegerdenkmal übernommen hatte.

Am heutigen Tag, so Ortssprecher Josef Lodermeyer, gedenken wir der Opfer aus beiden Weltkriegen. Vor genau einer Woche jährte sich das Ende des 1. Weltkrieges zum einhundertsten Male. Auch das Ende des 2. Weltkrieges liegt inzwischen 70 Jahre zurück. Seit diesen schrecklichen Ereignissen, so Lodermeyer, wird jährlich am Volkstrauertag der Kriegstoten und Opfer dieser Gewaltherrschaft gedacht. An diesem Tage wurde vorrangig der gefallenen Männer, Frauen und Kinder gedacht, die während der Kriege von 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 ihr Leben lassen mussten. Heute jedoch soll und muss uns dieser Tag auch als Mahnung für den Frieden sein. Die Menschen sollen sich besinnen, was dem  Frieden dient, damit solche schrecklichen Opfer nicht mehr sein müssen. Seit einigen Jahren aber wird auch immer wieder darüber diskutiert, ob dieser Volkstrauertag noch zeitgemäß ist, da die meisten von uns „Gott sei Dank“  keinen Krieg mehr erleben mussten. Die Zeitzeugen werden immer weniger und der Bezug dazu verschwindet damit mehr und mehr. Aber genau aus diesem Grunde, so der Ortssprecher, das alles vor dem Vergessen zu bewahren, ist es sehr wichtig, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir in einem friedlichen Land leben; denn blickt man auf andere Teile der Welt, sogar auch in unmittelbarer Nähe, stellt man fest, dass der Krieg auch Heute allgegenwertig ist. Menschen müssen um ihr Leben fürchten und werden verfolgt und vertrieben. Die Frage nach Krieg oder Frieder ist aktueller denn je. Jeden Tag werden uns die Konflikte dieser Welt „Frei Haus“ in unsere Wohnzimmer und Häuser geliefert. So ist dieser Tag auch ein Tag des Gedenkens, aber auch ein Tag des Nachdenkens. Um all dieses nicht aus den Augen zu verlieren, so Josef Lodermeyer, versammeln wir uns hier um den Opfern von Krieg und Terror zu gedenken. Alle Verantwortlichen in Politik ja die gesamte internationale Völkergemeinschaft müsse alles dafür tun, damit Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung und Krieg in der heutigen Zeit verhindert werden und diese vertriebenen und verlassenen Menschen wieder in ihre Heimat zurückgehen können. Als äußeres Zeichen zum Andenken an alle Gefallenen und Vermissten aus Erkertshofen und für alle Opfer von Gewalt und Krieg legte der Ortssprecher im Namen der Marktgemeinde Titting ein Gebinde nieder. Die Gedenkfeier wurde von einer Bläsergruppe aus Erkertshofen mit musikalischen Beiträgen und am Ende mit dem Lied vom „Guten Kameraden“ umrahmt.

 

.